Webanalyse / Datenerfassung

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REBOUND ist ein wissenschaftlich evaluiertes Programm zur Förderung von Lebenskompetenzen und Risikokompetenz für Jugendliche ab 14 Jahren. Es greift Themen rund um Alkohol, Cannabis und anderen psychoaktiven Substanzen auf und stärkt Schutzfaktoren wie Selbstwahrnehmung, Entscheidungsfähigkeit und soziale Kompetenzen. Das Programm arbeitet mit realitätsnahen Kurzfilmen und endet mit einem selbstgestalteten Medienprojekt.

Ziele & Zielgruppe

REBOUND verfolgt einen universalpräventiven Ansatz und richtet sich an alle Jugendlichen – unabhängig von bestehendem Konsumverhalten. Das Programm stärkt abstinente Jugendliche in ihrer Haltung und unterstützt Jugendliche mit ersten Konsumerfahrungen dabei, risikoärmere Entscheidungen zu treffen. 

Die vier Kernziele sind:

  • Bewusstsein fördern und eigene Stärken sichtbar machen 
  • individuelle Risikokompetenz stärken und einen eigenständigen Umgang mit Risiken fördern 
  • risikobewusste Gruppennormen entwickeln * Impulse für die Schulentwicklung setzen

Das Programm eignet sich für Jugendliche ab 14 Jahren und kann ab Klassenstufe 8 durchgeführt werden. In der Praxis kommt es meist in Klassenstufe 9 zum Einsatz. Das Programm ist auch für Förderschulen mit Förderschwerpunkt Lernen geeignet.

Ablauf

  1. Weiterbildung der Fachkräfte
    Lehrkräfte oder Fachkräfte der Jugend- oder Schulsozialarbeit werden in einer viertägigen Weiterbildung zertifiziert und erhalten Zugang zur passwortgeschützten Online-Plattform „Werkzeugkiste“ mit allen Arbeitsmaterialien für die Umsetzung. Dazu gehören Curriculum, Workbook für die Schülerinnen und Schüler, Kurzfilme mit Kommentarversionen, Kartensätze, Präsentationen zu Substanzen, Tafelbilder, Vorlagen für die Elternarbeit sowie Materialien zur Durchführung und Qualitätssicherung. 2. Kursdurchführung Der Kurs umfasst 12 bis 16 Einheiten à 90 Minuten. Zentrale Methode ist die explorative Filmarbeit: Realitätsnahe Kurzfilme werden
  2. Kursdurchführung
    Der Kurs umfasst 12 bis 16 Einheiten à 90 Minuten. Zentrale Methode ist die explorative Filmarbeit: Realitätsnahe Kurzfilme werden gemeinsam analysiert und reflektiert, um Motive, Gruppendynamiken und Risikoverhalten zu verstehen.
  3. Abschlussprojekt
    Die Jugendlichen entwickeln ein eigenes Medienprojekt, zum Beispiel einen Kurzfilm, und erhalten ein Teilnahmezertifikat.
  4. Begleitung und Qualitätssicherung
    Während der Durchführung begleitet eine Supervision das Programm. Auf Wunsch kann eine einrichtungsbezogene Auswertung die Umsetzung zusätzlich unterstützen.

In ihrer Bildungseinrichtung

REBOUND eignet sich für Schulen und Einrichtungen der Jugend- und Sozialarbeit. Das Programm kann als Baustein kommunaler Präventionsstrategien eingesetzt werden und dazu beitragen, verbindliche Regeln im Umgang mit Substanzkonsum zu entwickeln. Die Einführung – einschließlich Weiterbildung, Supervision und Arbeitsmaterialien – kann unter bestimmten Voraussetzungen über § 20a SGB V (Präventionsgesetz) gefördert werden. Der Trägerverein FINDER e.V. berät bei der Bedarfsanalyse und unterstützt bei der Antragstellung.

Kontakt

FINDER e.V.
Schützenstraße 6A, 10117 Berlin
Tel: 030 754 395 750
E-Mail: info(at)finder-akademie.de
Website: rebound.schule

Evaluationsergebnisse

REBOUND wurde im Rahmen eines EU-Projekts (2009 bis 2013) entwickelt und an der Universität Heidelberg in einer kontrollierten Studie mit 723 Schülerinnen und Schülern evaluiert. Die Ergebnisse zeigten nach sechs Monaten unter anderem einen kontrollierteren Umgang mit Alkohol, weniger Rauschtrinken, mehr Wissen über Substanzen und einen Rückgang des Cannabiskonsums. Das Programm ist in der Grünen Liste Prävention aufgeführt.